HONIG - Flüssig oder fest?

Hofer Marika

Eine Frage der Zeit

Jeder gute, naturbelassene Honig wird früher oder später fest, das heißt er kristallisiert. Der Zeitpunkt ist abhängig von der Honigsorte. Der unterschiedlich hohe Anteil an wertvollem Traubenzucker fördert diesen natürlichen Vorgang.

Ein auffallendes Merkmal des heimischen, natürlichen Mischhonigs ist die Bereitschaft zur raschen Kristallisation. Bei richtiger Gewinnung und Behandlung kristallisiert oder kandiert er, wie man sagt, innerhalb weniger Wochen. Diese Kandierung ist nur von Vorteil für den wertvollen Honig, da so die Wirkstoffe konserviert bleiben. In kristallinen Zustand ist der Honig jahrelang haltbar, ohne dass seine Werthaftigkeit eine Einbuße erfährt. Wichtig ist dabei die dunkle und kühle Lagerung.

Faustregel zur Kristallisation:

  • Helle Honige kandieren relativ schnell, oft in wenigen Tagen, hier überwiegt der Traubenzucker.
  • Ausnahme ist der Akazienhonig (Robinienhonig).
  • Dunkle Honigsorten bleiben dagegen über einen längeren Zeitraum flüssig, hier überwiegt der Fruchtzucker.

"Auftauen" von Honig

Erwärmt man den kristallisierten Honig (Vorsicht: nicht über 40°C, sonst nimmt er Schaden!), so wird er wieder weich und flüssig.
Steht er längere Zeit, so gerät er erneut in seinen natürlichen Endzustand und wird fest.

Kühl, trocken und dunkel gelagert ist Honig viele Jahre haltbar!